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Gegründet wurde Endura im Jahr 1993 in Schottland. Jim McFarlane war mit der derzeitigen Radbekleidung so unzufrieden, dass es ihm als ehrgeizigem Amateurfahrer, einfach gereicht hat.

23 Jahre später ist der Sitz der Marke immer noch in Schottland und Jim McFarlane hat immer noch seine Finger mit im Spiel. Er steht voll und ganz hinter der Idee, dass mal richtig angepackt, wenig gelabert und viel Konzentration auf Funktionalität und Leistung gelegt wird. Aber abgesehen von diesen Werten, hat sich schon noch etwas bei Endura getan...

Endura hat sich weltweit etablieren können. Sie sind bekannt für ein breites Angebot an Radbekleidung, das sich stets weiterentwickelt und niemals stillsteht. Sie arbeiten mit einigen der absoluten Topsportler zusammen, darunter auch das Team Movistar, das für 2015 die Nummer 1 der UCI war. Auch die schottische MTB-Legende Danny MacAskill geht bei Endura ein und aus.

Während dieses steilen Aufstiegs von Endura (vom schottischen Lokalmatador bis hin zum weltweiten Marktführer), hat sich die Marke als Querdenker gemausert. Sie haben anspruchsvolle, wegbereitende Artikel auf den Markt gebracht, von denen heutzutage viele einen fast legendären Status innehaben. Sie waren immer auf den Fortschritt ausgerichtet, haben sich niemals für den einfachen Weg entschieden und können heute noch aus einer niemals versiegenden Quelle an Kraft schöpfen.

Um die just eingetroffene Endura Kollektion hier bei Wiggle zu feiern, haben wir uns für ein kleines Interview mit Jim McFarlane zusammengesetzt, um noch mehr über die Marke zu erfahren.

Wiggle trifft: Jim McFarlane

Kannst du uns verraten, wie es mit der Marke eigentlich losging und welches die allerersten Artikel waren, die den Namen Endura trugen?

Also, das war so: Anfang der 90er hab ich in Sydney gearbeitet. Und dann passierte es: Mir haben sie meine Radbekleidung geklaut, an einem Samstagmorgen, als ich für die Arbeit auf einem Event war. Und da wurde mir dann bewusst, so doll war das Zeug gar nicht. Und die Alternativen, die es so gibt, sind auch nicht so prickelnd. Die Sachen haben einfach keine gute Leistung gebracht. Das war eigentlich so mein Aha-Erlebnis und als ich dann ein Jahr später wieder nach Schottland zurück bin, habe ich auch schon angefangen meine ersten Designs und Ideen auf Papier zu bringen.

Obwohl mein Steckenpferd damals das Zeitfahren war, war die Disziplin, die eigentlich alles wirklich erst ins Rollen gebracht hat, das Moutainbiking. Da sind die Klamotten einfach nicht den Ansprüchen gerecht geworden, die damals so an Off-Road Radbekleidung gestellt wurde. Die allerersten Artikel, die sich dann richtig gut etablieren konnten, waren die aus der MT500 Reihe. Das ist superrobuste Klamotte für MTB mit Elementen aus Cordura und Lycra, Kevlar-Nähten und Gleitlinien an den Seiten - um Abschürfungen und Schäden bei Stürzen zu verringern. Die Kollektion ist heute noch ein Renner, wurde aber natürlich bereits mit zahllosen Updates noch optimiert. 

Was habt ihr noch so für legendäre Sachen auf den Markt gebracht?

Wenn ich so zurückdenke, dann fallen mir zum einen direkt die Endura MT500 Spray Baggy Shorts, die Endura MT500 II Überschuhe, die Endura Hummvee Baggy Shorts und die Stinger Trikots ein (übrigens auch die Favoriten von Mitch Dall, einem der Mitbegründer von Wiggle!). Auch die Montana Jacken gehören dazu und die eher neueren Pro SL Trägershorts.

Mit eurer starken Verankerung im MTB-Markt, wie habt ihr da den Sprung auf die Straße geschafft? Und dann auch der Zuschlag für Movistar!?

Wir haben das ganz langweilig und normal gemacht: Wir haben unten angefangen und uns dann hochgearbeitet. War manchmal wirklich nicht einfach.

Im Jahr 2010 haben wir uns mit einem Fahrradladen hier vor Ort (PedalPower) zusammen getan und das Endura-PedalPower Team mit gesponsert. Ein Jahr später wurde daraus das Endura Racing Team, in welches wir noch bis 2012 invenstiert haben. Es wurde dann zu einem der erfolgreichsten Teams Großbritanniens, neben Team Sky.

Uns war klar, das wir nicht in die großen Touren kommen, also haben wir uns mit dem NetApp Team zusammengetan: NetApp Endura Team 2013. Und dann ging's los: Es wurden Etappen bei der Vuelta gewonnen und ein Jahr später haben sie auch die Tour de France ordentlich gerockt.

Da wir aber so gierig waren, wollten wir natürlich ein Team sponsern, das die Tour auch wirklich gewinnen konnte. Also haben wir uns an das Movistar Team gewendet und seitdem arbeiten wir mit ihnen zusammen.

Die Vorteile, mit richtig anspruchsvollen Fahrern und Teams zusammen zu arbeiten, waren uns immer bewusst. Auch wenn es manchmal echt hart sein kann. Aber Fakt ist, nur so lässt es sich wachsen. Ich denke, dass wir bei Movistar keine Chance gehabt hätte, wären wir nicht in der Lage gewesen sie mit unserem durch Endura Racing und NetApp Endura erlangtem Wissen zu überzeugen.

Wie wirkt sich diese Zusammenarbeit mit den Profis auf die Kollektionen aus?

Direkt. Von Movistar wurden wir direkt unter Vertrag genommen, weil wir zeigen konnten, dass unsere Sachen im Vergleich zu ihrem damaligen Partner um einiges besser waren. Wenn es also zu diesen Tests kam, haben wir immer besonders gut aufgepasst und haben all das Feedback der Fahrer besonders intensiv umgesetzt.

Die Weiterentwicklung unserer Sachen wird zu einem großen Teil von den Profis bei Movistar ausgelöst, denn die haben oft die verrücktesten Ideen, die sich dann als wahre Goldgruben entpuppen. Oder sie sind von manchen Sachen einfach so gar nicht begeistert, dass wir mit diesem Feedback auch sehr gut arbeiten können. Und was während dieser Findungsprozesse so herauskommt, da versuchen wir dann stets eine Version zu entwickeln, die auch für all die Amateure da draußen geeinget ist.

Die Pro SL Trägershorts sind da ein gutes Beispiel. Die basieren auf der Zusammenarbeit mit Movistar, sind aber jetzt auch für Wiggle-Kunden erhältlich. Genauso auch die Aero-Reihe, die so gut für Movistar funktionert hat, das sie es auch bald in die Regale der Einzelhändler schaffen wird.

Ihr stellt eure Sachen immer noch in Schottland her. Warum ist euch das so wichtig?

Dafür gibt es viele Gründe. Aber besonders am Herzen liegt mir, dass wir so einfach direkt mit den neuartigen Herstellungstechnologien in Kontakt stehen. D. h., das wir eine neue Idee sehr schnell testen können. So ist Endura ja in Sachen Aero eine absolut führende Marke für Radbekleidung: von 0 auf 100 in 3 Jahren. Das wäre niemals möglich gewesen, wenn wir unsere Sachen nicht hier vor Ort direkt herstellen und begutachten könnten.

ENDURA >>> HIER <<< geht es zur gesamten Kollektion bei Wiggle