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Der Bruder einer unserer Mitarbeiter hat erst vor einem Jahr überhaupt mit dem Radsport angefangen. Jetzt wollte er sich einer Herausforderung stellen und hat die 1574 km von John O'Groats in Schottland nach Land's End in Cornwall in Angriff genommen. Mike konnte im Laufe von 8 Tagen viel über sich selbst und seine Grenzen lernen.

Wir haben uns mit ihm zu einem kleinen Interview getroffen:

 

Warum diese Strecke, warum JOGLE?

Ich hab mir diese Strecke ausgewählt, weil ich einfach mal richtig intensiv Großbritannien kennenlernen wollte.

Und warum hast du dich für JOGLE und nicht für die umgekehrte Richtung, LEJOG, entschieden?

Ich hab mich für die Strecke in dieser Richtung, also von Norden nach Süden, entschieden, weil irgendwie alle anderen immer von Süden nach Norden fahren. Ganz einfach.

Mit welchem Trainingsplan hast du dich vorbereitet?

Trainiert habe ich ungefähr 6 Monate lang: 3 Fahrten pro Woche, dabei immer lange Strecken und kurzes Intervalltraining - drinnen und draußen. Mein Turbotrainer hat mir dabei wirklich geholfen, denn ich muss gestehen, bei Regen bin ich nicht so gerne unterwegs. Meine Langstrecken beliefen sich auf ca. 95 - 145 km, mindestens 1 x die Woche. Ich habe auch etwas Krafttraining im Fitnessstudio gemacht, was mir denke ich bei den Bergen auf jeden Fall zu Gute kam. Also 2 oder 3 x Krafttraining und 3 Fahrten die Woche, das war so mein Training.

Was war der härteste Teil der gesamten Fahrt?

Das schwerste an der ganzen Nummer war auf jeden Fall der verdammte Gegenwind. Von Start bis Ziel einfach immer nur Gegenwind. Auch die Auswahl der besten Strecke war immer etwas knifflig. Und natürlich war das Wetter auch oft nicht besonders prickelnd.

Was waren die größten Steine in deinem Weg während der Vorbereitung und beim JOGLE selbst?

Mmmh, also direkt am 3. Tag kam es zu einer Verletzung und dass hat uns kilometertechnisch direkt zurückgeworfen. Wir lagen dann rund 90 km hinter unserem Tagesziel. Und manchmal war das Wetter so schlimm, dass wir wirklich Pause machen mussten, um überhaupt mal wieder warm zu werden. Und da wir diese verlorenen 90 km wieder gutmachen wollten, haben wir versucht uns ein paar Abkürzungen rauszusuchen, aber das gestaltete sich auch oft recht schwierig. Und mit anderen Leuten zu fahren, mit denen ich vorher nicht wirklich viel trainiert hatte, war auch eine Herausforderung. Irgendwie haben wir nämlich für meinen Geschmack zu viele Pausen eingelegt. All die unterschiedlichen Leistungsniveaus haben das Ganze oft etwas verkompliziert.

Und welches war der allerbeste Moment?

Oh das Beste war es, Land's End und meine Frau zu sehen und das Wissen, dass ich die gesamte Länge der britischen Insel hinter mir habe. 

Was hattest du dabei, auf das du im Nachhinein nicht hättest verzichten wollen?

Etwas Werbung muss sein: Die Energygele eurer Eigenmarke, Wiggle Nutrition. Ohne die, hätte ich an so vielen Stellen schon viel früher schlapp gemacht.

Welche Tipps würdest du allen mit auf den Weg geben, die diese Strecke auch bald bezwingen wollen?

Habt immer ausreichend Sportlernahrung dabei und auch eine ordentliche, bequeme wasserdichte Jacke. Arbeitet eure Route zu 100 % bereits vorher aus. Findet euer Tempo und genießt es!

Und was steht als nächstes an?

Bisher noch keine Pläne, aber ich werde mich auf jeden Fall auch um die Weihnachtszeit herum aufs Fahrrad setzen!