Posted in Cycle and tagged Interview mit Matthew Burton
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Matthew Burton ist ein talentierter Künstler, der sich mit Wiggle zusammengeschlossen hat, um ein paar seiner einzigartigen Illustrationen für die Tour de France 2015 zu präsentieren.

Matthew fährt Fahrrad seit er denken kann und schloss den Studiengang der Bildenden Kunst ab, bevor er sich seiner eigentlichen Liebe, dem Zeichnen von Fahrrädern, widmete. Seine Leidenschaft fürs Radfahren spiegelt sich in seine Werken wider und seine wunderschönen Illustrationen haben fantastische Details eingefangen, die Viele, die eine große Leidenschaft für zwei Laufräder haben, ansprechen werden.

In den nächsten Wochen werden wir seine fantaststischen Radkunstwerke auf unserer Homepage vorstellen - Haltet eure Augen offen!


Wer ist Matthew Burton?

Ich bin ein Bleistiftjongleur, Radfahrer und Konsument von großen Mengen schwarzen Kaffees.

Was bedeutet Ihren das Radfahren?

Radfahren ist, war und bleibt eine lebenslange Leidenschaft. Ich wuchs während des Mountainbike-Booms der späten 80er Anfang der 90er Jahre auf und meine Familie nahm an einer Reihe von Mountainbike-Rennen im Nordosten Englands teil. Ich fuhr weiterhin regelmäßig Fahrrad bis ich zur Uni ging. Von da an fühlte ich mich eher zu anderen Freizeitbeschäftigungen hingezogen. Nach der Uni fing ich mit dem Laufen an und verkaufte schließlich mein staubiges Mountainbike und kaufte mir anstatt dessen ein klassisches Rennrad. Seitdem drehte sich alles um Downhill-Rennen mit einer ganzen Flotte an Rädern für alle Arten von Touren. Im Grunde kann ich sagen, dass, solange es zwei Laufräder hat, ich garantiert an jedem Rad etwas finden werde, das ich mag.

Wie wurden Sie Zeichner?

Seit meinem Schulabschluss habe ich nur Kunst studiert und machte schließlich meinen Abschluss in Bildender Kunst. Ich fand, dass im wirklichen Leben der Bedarf an Multimedia-Ausstattung gering war und so kehrte ich zu meiner ersten Liebe, dem Zeichen, zurück.

Matthew Burton

Woher kommen Ihre kreativen Einflüsse?

Mich beeinflussen vielerlei Dinge, wie klassische Werbeillustrationen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, Ikonen, Filmposter und viele der visuellen Medien.

Sie haben eine Reihe von Illustrationen für die Tour der France gezeichnet. Was möchten Sie mit Ihren Kunstwerken ausdrücken?

Das Ziel aller Illustrationen ist es, die vielen Facetten der Tour wieder zu geben, nicht nur die einzelnen Etappen, sondern die Auswirkungen der unterschiedlichen Wetterbedingungen und die unterschiedlichen Anstrengungen, die nötig sind.

Tour de France ... Matthew Burton

Welchen Stellenwert haben Illustrationen in der Hierarchie von Fotografie und Videoinhalten, die in den heutigen Fahrradmedien so verbreitet sind?

Ich räume ihnen keinen speziellen Stellenwert innerhalb einer Hierarchie ein sondern betrachte sie als verschiedene Funktionen innerhalb jeden Bereichs, die dokumentieren, Reklame machen, dekorieren oder informieren.

An welches Tour de France Erlebnis erinnern Sie sich am besten?

Ich habe ein merkwürdiges Verhältnis zu der Tour, da ich mit Mountainbikes aufwuchs und keinerlei Interesse an Rennrädern hatte. Es war damals zu Komplex, um es komplett zu mögen, aber jetzt kann ich diese verpassten Momente noch einmal neu erleben in Geschichten, die ich illustriert habe und auch durch das Ansehen von Etappen auf YouTube. Aus diesem Grund habe ich zwei Favoriten, einen, den ich live erlebt habe und einen eher selbst erfundenen Moment:

Thibaut Pinot Etappe 8, 2012: Wir lassen uns oft zu sehr in unserer Leidenschaft, britische Radfahrer gewinnen zu sehen, gefangen nehmen (das tat ich beinahe, als ich mich auf einen Fahrer festlegen sollte), aber nichts kommt der Leidenschaft für die Tour mehr gleich, als im eigenen Land Marc Madiot zu sehen, der von einem Teamauto hängt, wenn  Pinot die letzten paar Kilometer seines 10 Kilometer langen Alleingangs beendet, um einen Sieg für Frankreich nach Hause zu bringen.

Stephen Roche 1987 La Plagne: Nachdem er bei der vorherigen Etappe die Führung bei den Gesamtklassement-Fahrern an Pedro Delgado verloren hatte, verfolgte Roche (ein schwächerer Bergfahrer) Delgado bis zum letzten Anstieg (nachdem er bereits den Galibier und den Madeleine erklommen hatte). Er legte mit seiner taktischen Fahrt eine erstklassige Leistung hin, so dass selbst die Kommentatoren nicht glauben konnten, dass die Person, die nur sehr wenige Meter hinter Delgado an der Spitze liegt, Roche sein soll. Nach Durchfahren der Ziellinie kollabierte Roche und brauchte Sauerstoff. Im selben Jahr gewann Roche beim Giro Gesamtklassement und holte den Weltmeistertitel. 

 


Mehr von Matthews Werken findet ihr auf seiner Webseite sowie auf Facebook und Instagram. Ihr könnt auch seinen fantastischen Shop besuchen.

Über den Autor

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Ver ena
Published on: 01 Jul 2015